Der Welt-Alzheimertag erinnert uns daran, wie wichtig es ist, das Bewusstsein zu schärfen und die Früherkennung dieser Krankheit voranzutreiben, die Millionen von Menschen weltweit betrifft.
Die Alzheimer-Krankheit in ihren frühen Stadien zu erkennen, ist eine große Herausforderung. Häufig werden die ersten Symptome, wie leichte Vergesslichkeit oder Verhaltensänderungen, mit dem normalen Alterungsprozess verwechselt.
Eine frühe Diagnose kann einen entscheidenden Unterschied machen, da sie uns ermöglicht, früher mit der Behandlung zu beginnen, die Pflege besser zu planen und die Lebensqualität der Patienten und ihrer Familien zu verbessern.
Eines der modernsten Verfahren hierfür ist die neurologische PET-CT.
Die PET-CT (Positronen-Emissions-Tomographie in Kombination mit Computertomographie) ist ein bildgebendes Verfahren, mit dem sich beobachten lässt, wie das Gehirn funktioniert, und nicht nur seine Struktur.
Dazu werden kleine Mengen sogenannter Tracer verabreicht. Diese Substanzen gelangen über den Blutkreislauf zum Gehirn und machen bestimmte Prozesse sichtbar.
- FDG-PET (Fluordesoxyglukose): misst, wie die Gehirnzellen Glukose als Energiequelle verbrauchen. Bei Alzheimer zeigen bestimmte Bereiche eine verminderte Aktivität und verbrauchen weniger Glukose, was in der Untersuchung deutlich sichtbar wird.
- Amyloid- oder Tau-PET: Der Tracer bindet sich an abnorme Proteine, die sich im Gehirn ansammeln.
- Amyloid lagert sich in Form von Plaques zwischen den Nervenzellen ab.
- Tau sammelt sich innerhalb der Nervenzellen in Form von Fibrillenknäueln an.
Diese Ablagerungen sind charakteristisch für Alzheimer. Ihr Nachweis mittels PET hilft zu bestätigen, dass die Symptome des Patienten auf diese Erkrankung und nicht auf eine andere Form der Demenz zurückzuführen sind.
Vereinfacht gesagt: Die FDG-PET zeigt, ob das Gehirn in bestimmten Bereichen „weniger Energie verbraucht“, während die Amyloid- oder Tau-PET erkennen lässt, ob die für Alzheimer typischen Proteine bereits vorhanden sind. Dadurch ermöglichen diese Untersuchungen eine präzisere und frühere Diagnose.
1. IDEAS-Studie (USA)
Diese Studie umfasste 16.008 Patienten und zeigte, dass eine Amyloid-PET sowohl die Diagnose als auch das klinische Management verändern kann, insbesondere bei Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI) oder Demenz unklarer Ursache. Bei 60,2 % der Patienten mit MCI und bei 63,5 % der Patienten mit Demenz wurde das Behandlungskonzept geändert.
Rabinovici, G. D., Gatsonis, C., Apgar, C., et al. (2019). Association of Amyloid Positron Emission Tomography With Subsequent Change in Clinical Management Among Medicare Beneficiaries With Mild Cognitive Impairment or Dementia. JAMA, 321(13), 1286–1294. doi:10.1001/jama.2019.2000
2. Studie der Clínica Universidad de Navarra
Bei Patienten mit amnestischer leichter kognitiver Beeinträchtigung (aMCI) wurde der Nutzen von Amyloid-PET und FDG-PET zur Vorhersage des Fortschreitens zur Alzheimer-Krankheit untersucht:
- Eine positive Amyloid-PET weist auf ein höheres Risiko und ein schnelleres Fortschreiten hin.
- Eine positive FDG-PET erkennt für Alzheimer typische Veränderungen im Gehirn.
- Gemeinsam ermöglichen beide Untersuchungen eine präzisere und frühere Einschätzung, wer Alzheimer entwickeln könnte, und helfen dabei, Pflege und Behandlungen bereits in frühen Stadien zu planen.
Ein Arzt kann eine neurologische PET-CT in folgenden Situationen empfehlen:
- Diagnostische Unsicherheit bei Patienten mit Gedächtnisverlust oder anderen kognitiven Symptomen.
- Unterscheidung zwischen Alzheimer und anderen Demenzformen.
- Beurteilung von Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung, wenn eine neurodegenerative Ursache vermutet wird.
Bei HC Marbella verfügen wir über ein hochmodernes PET-CT-Gerät, das speziell für die Untersuchung neurologischer Erkrankungen entwickelt wurde. Dank dieser Technologie ist eine frühzeitige Diagnose von Alzheimer und anderen Demenzformen möglich. Sie liefert präzise und zuverlässige Informationen, die die medizinische Entscheidungsfindung erleichtern.
Die Kombination aus technologischer Innovation und individueller Betreuung ermöglicht es uns, unseren Patienten eine sichere Erfahrung ohne lange Wartezeiten und mit der Gewissheit zu bieten, in erfahrenen Händen zu sein.

Dr. Luis Villar
Facharzt für Nuklearmedizin
September 21, 2025
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